Hanns-Voith-Stiftungspreise

Die Hanns-Voith-Stiftung vergibt die Hanns-Voith-Stiftungspreise für herausragende Studienabschlussarbeiten an von der Hanns-Voith-Stiftung ausgewählten Hochschulen in Deutschland, der Schweiz und Österreich aus dem Bereich der Ingenieur- und Naturwissenschaften. Im Folgenden sind die wesentlichen Informationen und Regelungen zu den Hanns-Voith-Stiftungspreisen zusammengefasst.

Zielsetzung der Hanns-Voith-Stiftungspreise
Die Stiftungspreise anerkennen herausragende und innovative Studienabschlussarbeiten (Master- und Diplomarbeiten) aus den Bereichen der Ingenieur- und Naturwissenschaften an Hochschulen und berufsbegleitenden Einrichtungen, die einen Hochschulgrad vergeben.
Die Abschlussarbeit muss einen thematischen Bezug zu den Tätigkeitsfeldern der Voith Group (Antriebstechnik, Papier- und Werkstofftechnik, Wasserkraft) oder zum Themenbereich Digitalisierung aufweisen. Die vorschlagsberechtigten Hochschulen beurteilen die Arbeit als auszeichnungswürdig. Arbeiten, die sich mit Digitalisierung befassen, müssen einen Bezug zur Voith Group aufweisen und können auch in den anderen genannten Tätigkeitsfeldern (Antriebstechnik, Papier- und Werkstofftechnik, Wasserkraft) eingereicht werden, sofern ein thematischer Bezug zu dem entsprechenden Bereich gegeben ist. Hohe Relevanz haben zum Beispiel Arbeiten zur Produktivitätssteigerung in Produktionsprozessen, Überwachung von Anlagen, Komponenten und Fahrzeugen, Erstellung von Digitalen Zwillingen. Bei Einreichung der Arbeiten ist anzugeben, für welchen Bereich die betreffende Arbeit abgegeben wird. Die bereichsspezifischen Anforderungen sind zu beachten.
Die Hanns-Voith-Stiftung will mit diesen Stiftungspreisen einen Anreiz für junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen setzen und damit auch Verantwortung für die Qualifizierung von akademischen Nachwuchskräften übernehmen.

Vergabetermin
Die Preise wurden erstmals am 14. Juni 2013 anlässlich des 60jährigen Jubiläums der Hanns-Voith-Stiftung vergeben. Die Verleihung findet jährlich um die Jahresmitte statt.

Zielgruppe der Preise
Die Preise richten sich an besonders erfolgreiche Studienabgänger ausgewählter Hochschulen und berufsbegleitender Einrichtungen mit Hochschulabschluss, deren Abschlussarbeiten einen Bezug zu den Themenfeldern Antriebstechnik, Papier- und Werkstofftechnik, Wasserkraft und/oder Digitalisierung haben und die ihr Studium zügig absolviert haben.

Preishöhe und Anzahl der Preisträger
Für jeden Preisträger ist der Einzelpreis mit € 5.000 dotiert. Der Preis ist ein persönlicher Barpreis.
Für die oben genannten vier Themenbereiche wird je ein Preis ausgelobt. Es ist möglich, dass ein Einzelpreis unter zwei Abschlussarbeiten aufgeteilt wird. Die Hanns-Voith-Stiftung behält sich vor, für einen oder mehrere Bereiche keinen Förderpreis zu vergeben, sofern keine geeigneten Arbeiten eingereicht werden.

Vergaberegularien der Stiftungspreise
Die zur Bewerbung eingeladenen Hochschulen aus dem deutschsprachigen Raum werden jährlich vom Vorstand der Stiftung über die Preisausschreibung informiert und gebeten, dem Vorstand bis zu zwei Kandidaten für die Stiftungspreise vorzuschlagen und eine Priorisierung vorzunehmen. Eine Eigenbewerbung durch Studierende ist nicht möglich. Arbeiten sind in Deutsch oder in Englisch einzureichen. Die Arbeit muss innerhalb von 18 Monaten vor dem letzten Abgabetermin bei der Hanns-Voith-Stiftung bei der Hochschule eingereicht worden sein. Letzter Abgabetermin bei der Stiftung ist Freitag, 30. Januar 2026.
Eine Fach-Jury entscheidet über die Preisvergabe. Für die Beurteilung der Arbeiten ist ausschließlich die Qualität der eingereichten Arbeit entscheidend. Die Jury ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit der Jurymitglieder anwesend ist. Die Jury entscheidet mit der Mehrheit ihrer Mitglieder. Die Entscheidungen werden in nicht öffentlichen Sitzungen getroffen, sind endgültig und schließen den Rechtsweg aus.

Aufwandserstattung
Die Hochschulen erhalten für ihren Aufwand zur Nominierung der max. zwei Arbeiten einmalig pauschal 400 € als Aufwandsentschädigung. Für den Preisträger, den jeweiligen Auftraggeber der Arbeit und einen Betreuer der Arbeit übernimmt die Hanns Voith Stiftung die Reisekosten und Spesen in angemessener Höhe, die für die Teilnahme an der Preisverleihung in Heidenheim anfallen.

Preisverleihung
Die Stiftungspreise werden im Rahmen einer Veranstaltung der Hanns-Voith-Stiftung den Preisträgern persönlich überreicht. Jeder Preisträger erhält das Preisgeld und eine Urkunde der Hanns-Voith-Stiftung. Zu der Preisverleihung werden Vertreter der jeweiligen Hochschule und Pressevertreter eingeladen.

Der Förderbereich "Bildung".
Die Hanns-Voith-Stiftungspreise



2025

Bereich
Antriebstechnik Gregor Egger
TU München
"Modellierung fliehkraftäquivalenter Spannungszustände im Zahnfuß"
Digitalisierung Eva Nistler
FAU Erlangen-Nürnberg
"Experimentelle Validierung eines sensitivitätsbasierten DMPC-Algorithmus"
Papier- und Werkstofftechnik Gesa Richter
Hochschule München
"Development of an optical flake measurement"
Wasserkraft Marvin Hengelsberg
Leibniz-Universität Hannover
"Erstellung eines elektrischen Ersatznetzwerks für Schenkelpolsynchronmaschinen zur Bestimmung von Kopplungseffekten"



2024

Bereich
Antriebstechnik Florian Wirsing
RWTH Aachen
"Entwicklung eines wirtschaftlichen, körperschallbasierten Überwachungssystems zur KI-basierten Detektion tribologischer Schäden in Maschinen und Anlagen"
Innovation & Technology/KI Finn Ohlsen
KIT Karlsruhe
"Generation of Synthetic Power Price Shapes with Generative Adversarial Networks"
Neue Werkstoffe Pauline Klute
KIT Karlsruhe
"Einfluss der Mikrostruktur auf mechanische und thermophysikalische Eigenschaften thermisch gespritzter Verschleißschutzschichten"
Wasserkraft Mohamad Shheibar
Leibniz Universität Hannover
"Entwurf von Haarnadel-Wicklungen unter Berücksichtigung der Potentialverteilung und der Wechselwirkung zwischen Umrichter und Maschine"



2023

Bereich
Antriebstechnik Maike Strecker
Technische Universität Hamburg-Harburg
"Entwicklung von Methoden zum KI-gestützten Propellerentwurf im frühen Entwurfsstadium"
Innovation & Technology/KI Lars Ullrich
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
"Analyzing the Effect of Design Choices in Model-Based Reinforcement Learning"
Neue Werkstoffe Flàvio André Marter Diniz
RWTH Aachen
"Investigation of the stabilisation and carbonisation process for the production of ultra-thin polyethylene-based carbon fibres"
Papier Giri Prasad Sri Ram Murugesan
Hochschule München
"Approach to Advanced Guarantees (AAG) – an Initiative to Develop Solutions for Enhanced Paper Machine Rebuild Guarantees Using Industry 4.0 & Big Data"
Wirtschaftswissenschaften Sebastian Junker
Universität Mannheim
"Selling value to key accounts: An exploratory investigation of the main antecedents of value selling in the context of key account management"
Wasserkraft Joshua Tholen
Universität Stuttgart
"Netzgenerierung und CFD Simulation des Schließ- oder Öffnungsvorgangs eines Leitapparats"



2022

Bereich
Antriebstechnik Yvo Stiemcke
Diplomarbeit, Technische Universität Kaiserslautern
"Untersuchung und mathematische Beschreibung des Unterdruckaufbaus an Radialwellendichtringen mit Schutzlippe"
Digital Ventures Johannes Benkert
Masterarbeit, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
"Domänenanpassung der BirdNet-Architektur zur LiDAR-Objekterkennung"
Neue Werkstoffe Kevin Jeberien
Masterarbeit, Technische Universität München
"Entwicklung und FEM-gestützte Optimierung eines Energieabsorberkonzepts für Segelflugzeuge zur Steigerung der Unfalltauglichkeit"
Wasserkraft David Gajanin
Masterarbeit, Technische Universität Darmstadt
"Räumlich-zeitliche Analyse des Kavitationsregimes mittels Modalzerlegung und dessen erosive Aggressivität"


Weitere Stiftungspreise finden Sie in unserem Archiv.

Lesen Sie hierzu den Artikel "Im Gleichgewicht mit der Natur” aus der Heidenheimer Zeitung vom 29.06.2015 (1,6 MB PDF).